Schmiedeeiserne Kochgeräte und eisernes Sparen der Kleinhäusler und Bergbauern
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(Hoamatgsang v. Franz Stelzhammer)
Wie der bliebte Haustrunk hergestellt wurde, was es mit den "Mostschädeln" auf sich hat, wie der Most unsere Kulturlandschaft prägte und wie heute die "Landessäure" von Sommeliers veredelt wird, das alles sind Themen unserer Sonderausstellung.
Foto: Heinz Schachner, Hinterstoder
Der Dichter unserer Landeshymne - Franz Stelzhammer - erwähnte schon in der 3. Strophe der Oö. Landeshymne den Most.
Der Most begleitete das Leben der Bauern.
Bei der Jausenzeit - so um halb zehn wurde schon Most getrunken. Zur Heu- und Feldarbeit wurde dieser mitgenommen. Oft wurden auch die Kinder mit Jause und einem Krug Most auf das Feld oder die Wiese geschickt. Und auch wenn jemand starb und in der Stube des Hauses der Leichnahm für drei Tage aufgebahrt wurde kamen die Leute zusammen, beteten für den Verstorbenen und danach wurde Brot und Most gereicht.
Apfel- und Birnbäume an Feldrändern, Wegen und Straßen, oder in Streuobstwiesen gepflanzt, prägen unser Kulturland etwa seit dem 18. Jhdt.
Ortsbezeichnungen wie Weinzierl, Weinberg, im Weingarten .... weisen darauf hin, dass in den heutigen Mostgegenden früher Wein angebaut wurde. Durch Klimaveränderungen, Verpflichtung der Bauern durch die Obrigkeit Obstbäume zu pflanzen usw. entstanden Streuobstwiesen.
Seit Mitte des 19 Jhdt. stieg der Mostverbrauch und war eine wichtige Einnahmequelle für die Bauern.
Nach dem zweiten Weltkrieg verlor die Mostherstellung an Bedeutung. Durch die Kühlmöglichkeiten stellten viele Bauern auf Milchwirtschaft um, Arbeitskräfte wurden eingespart und auch die Trinkgewohnheiten änderten sich.
Den Tiefpunkt erreichte die Mosterzeugung in den 60iger und 70iger Jahren.
Durch eine Hebung der Qualität und Marketing gewann der Most wieder mehr an Bedeutung.
Die Verfeinerung der Qualität nach den Regeln des Weinbaues, neue Produkte wie Cider und Mostsekt verhelfen dem Most wieder zu mehr und mehr Liebhabern.
In vielen Kulturen gilt der Apfel als Symbol der Fruchtbarkeit.
Seit frühen Zeiten gilt der Most als lebensverlängerndes Heilmittel welches die Abwerhkräfte stärkt und bei Krankheiten verabreicht wurde. Auch älteren Menschen diente der Most zur Kräftigung und Heilung.
Wissenschaftliche Analysen bestätigen heute diese Erfahrungen von früher.
DIE MAHLZEIT DER KLEINEN LEUTE IM GEBIRGE
Die Kleinbauern und Handwerker in den Gebirgsdörfern hatten durch die Jahrhunderte gelernt, mit Speisen, die knapp und nicht im Überfluss vorhanden waren, nobel und auch mit Witz umzugehen. Zu diesem noblen Handeln, womit der Respekt vor den Gaben der Natur zu verstehen ist, gehörten die Prinzipien des bäuerlichen Alltags:
Disziplin
Arbeit
Bescheidenheit
Die Nahrungsmittel wurden zum Großteil selbst in aller Ehrfurcht hergestellt und in Demut zu sich genommen, wobei es als sebstverständlich galt, dem Schöpfer im Tischgebet für die Ernte und das gesunde Vieh zu danken. Mit der noblen Behandlung des täglichen Brotes ist also die Vorstellung verbunden, dass Tier und Getreide zu achten sind. Verschwendung und willkürliche Vernichtung von Lebensmitteln galten demnach als Frevel. Dem Respekt vor der Natur, mit der sich die Bauersleute in harter Arbeit auseinanderzusetzen hatten, entsprach eine noble, also ehrfürchtige und bescheidene Behandlung der erarbeiteten Nahrungsmittel.
Zu diesem Leben in Bescheidenheit und Arbeit gehörte auch Humor und eine gesunde Portion Lebensfreude.
Aus dieser uralten Kultur der Bauern im Gebirge kamen auch die Wildschützen. Sie nahmen sich das Recht heraus, ein Stück Wild zu schießen, um den kargen Mittagstisch zu bereichern.
Zur menschlichen Kultur gehört die Feuerstelle. Der Umgang mit dem gebändigten Feuer ist Voraussetzung für das Kochen. Bei der Feuerstelle such der Mensch Wärme und freundschaftliches Beisammensein, wobei auch Geschichten von Wildschützen, gefährlichen Tieren, schönen Mädchen, edlen Rittern und freundlichen Hexen erzählt werden. Über der Feuerstelle stand in früheren Zeiten der Dreifuss. Er findet sich in nahezu allen Kulturen, und hatte eine geradezu heilige Bedeutung. Als Kessel- und Gefäßuntersätze fand er in den Rauchkucheln der alten Bauernhäuser und in den Almhütten Verwendung. Ein Dreifuss kommt auch in der Geschichte von Odysseus vor. In seinem Abenteuer mit der Zauberin Kirke wird beschrieben, dass eine Dienerin Wasser in einem Kessel auf einem Dreifuss über einer Feuerstelle erhitzt. In diesem Wasser badet Odysseus, um dann mit Kirke bei einer Feuerstelle zu speisen und sich zu vergnügen.
Univ. Prof. Dr. Roland Girtler
- Hunger und Not in den Volksmärchen - Hänsel und Gretel
- Vorratshaltung
- Selbstversorgung - " Was mia selba hab´n, brauch ma net kafa."
- Unbeliebte Mitbewerber um die Lebensmittel
- "Herr, gib uns unser täglich Brot"
- "S´Kraut stopft die größten Löcher"
- "Mia ham scho bald bessa kocht, wia de dahoam!"

- Mahlzeiten
- Rauch und Asche
- Sau abstechen, Notschlachtung und "Gamsschweinernes"
Nicht nur in den österreichischen Alpen gab es verwegene Wildschützen, auch in Bayern trieben sich Burschen umher, die es sich nicht nehmen ließen, zur Flinte zu greifen, um sich auf verbotene Weise das Wildbret zu schießen. In dieser Ausstellung soll dreier Männer gedacht werden, die in den letzten drei Jahrhunderten als Wildschützen im Raume Bayerns berühmt wurden oder doch Achtung erfahren haben.Die drei verbindet, dass sie als junge Männer eines gewaltsamen Todes starben. Matthias Klostermayr, der Bayerische Hiasl, (18. Jahrhundert) und Georg Jennerwein, der Girgl von Schliers (19. Jahrhundert) wurden schon zu Lebzeiten zu Legenden und ihrer wird bis heute in Liedern, Geschichten und Theaterstücken gedacht. Zu den beiden gesellt sich im 20. Jahrhundert Leonhard Hörmannsdorfer, genannt Hartl, der von einem Jäger beim Wildern erschossen wurde. Sein Geburtstag jährt sich heuer zum Hundertsten Mal.
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Bayerischer Hiasl |
Girgl Jennerwein |
Hartl Hörmannsdorfer |
Der Bayerische Hiasl war als Volksheld berühmt und als Anführer von Wilderern und Räubern berüchtigt. Geboren wurde er 1736 in Kissing, er war zunächst Jagdgehilfe bei den Mergenthauer Jesuiten. Er verlor diese Anstellung, als er bei einer Faschingsveranstaltung sich über einen Pater belustigte, der versehentlich statt eines Hasen eine Katze erschossen hatte. Diese schmähliche Entlassung und das Verbot zu jagen veranlassten Matthias, als Wilderer in die Wälder zu gehen.
Hiasl überfiel mit seinen Leuten auch Amtsstuben und erpresste vom Amtmann in Täfertingen Steuergelder, das er unter der Bevölkerung angeblich verteilt hat. Am 14. Jänner 1771 wurde Hiasl in Osterzell festgenommen und etwas später in Dillingen öffentlich gevierteilt.
Vor seiner Hinrichtung soll er zu den Richtern gesagt haben: in 50 Jahren seid ihr auch alle hin. Hiasl wurde schon bald in Kupferstichen verewigt. Berühmt wurde schließlich das Lied:
„Ich bin der bayrische Hiasl
Kei Kugel geht mir ein:
Drum fürcht ich auch kein Jäger,
Sollts gleich der Teufel sein“.
Welch hohes Ansehen der Bayerische Hiasl heute noch genießt, zeigt sich darin, dass auf Gut Mergentau bei Kissing eine Hiasl-Erlebniswelt eingerichtet wurde.
Der berühmte Wildschütz Girgl (Georg) Jennerwein wurde 1848 geboren. Er stammt aus einer armen Kleinbauernfamilie in der Nähe des Schliersees. Girgl Jennerwein wurde Holzknecht und schließlich Wilderer. Das erlegte Wild soll er billig den Wirten verkauft und unter der hungernden Bevölkerung gratis verteilt haben. Er muss ein fescher Bursche gewesen, den die Mädchen mochten. Mit seinem Freund wilderte er in den königlichen Wäldern um den Schliersee und im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol. Er fiel einem Verrat zum Opfer und soll am 6. November 1877 von seinem Freund Pföderl hinterrücks erschossen worden sein.
Wahrscheinlich war Eifersucht das Motiv des hinterhältigen Schützen. Im „Jennerwein-Lied“ wird Girgl verehrt. Dieses Lied beginnt mit den Worten:
„Es war ein Schütz in seinen schönsten Jahren,
er wurde weggeputzt von dieser Erd,
Man fand ihn erst am neunten Tage
Bei Tegernsee am Peißenberg“.
Leonhard Hörmannsdorfer, genannt Hartl, der nächste Wildschütz aus Bayern, wurde 1908 geboren und 1948 beim Wildern erschossen.
Hartl war einer der ersten Schilehrer von Bayrischzell, unweit der Grenze zu Österreich. Bei seinem letzten Pirschgang auf die Wendelsteinjagd wurde er erschossen.
Als er nicht zurückkehrte, machte sich ein Suchtrupp auf den Weg. Hartl wurde tot über dem kurz zuvor erlegten Wild aufgefunden. Ein kurzer Eintrag des Jägers in sein Arbeitsbuch gab an, dass er an dem fraglichen Tag einem "flüchtenden Wilderer" hinterher geschossen habe, er aber nicht wußte, ob er ihn getroffen habe oder nicht.
Auf seinem Grabstein bei der Kirche von Bayrischzell ist zu lesen: „Schilehrer und Kriegsteilnehmer, welcher am 30. November 1948 im Alter von 40 Jahren einem Jäger erschossen wurde“. Von einem „feigen Jäger erschossen“ stand zunächst auf dem Grabstein. Da dagegen die Jäger heftig protestierten, wurde das Wort „feig“ mit einem Edelweiß übermalt.
Highlights der Ausstellung sind ein Marionettentheater aus dem 19. Jhdt. und ein „Hiasl“-Video Clip von der Hiasl-Erlebniswelt auf Gut Mergenthau in Bayern.
http://www.regio-augsburg.de/hiasl/
Es ist das Streben des Menschen nach Ewigkeit seiner Existenz, die ihn veranlasste, Religionen zu gründen, die ihn aber auch auf die Idee brachte, seinen Körper der Vergänglichkeit zu entreißen. In der alten Hochkultur der Ägypter ging man daran, die Körper nobler Leute zu mumifizieren, um ihnen so Ewigkeit zu verschaffen. Aber auch Tieren wollte man diese Möglichkeit angedeihen lassen. Die alten Ägypter, deren Religion eng mit Tieren verknüpft war, waren Meister im Mumifizieren von Tieren aller Art.
Eine besondere Art des Mumifizierens von Tieren ist deren Ausstopfen. Vor allem das Ausstopfen von erjagten Tieren hatte seinen besonderen Reiz. Ausgestopfte Tiere - wie Gämsen, Adler und Bären – sollten darauf hinweisen, welch großartige und mutige Jäger es sind, die diese erlegt haben.
Die „kleinen Leute“, die Bauern im Gebirge, zu denen auch die Wildschützen gehörten, hatten an solchen Praktiken ursprünglich kein Interesse. Schließlich war es ihnen durch die Aristokratie lange verboten zu jagen. Für sie war es wichtig, die von ihnen erlegten Tiere gänzlich zu verwerten. Das Fell wurde für die Bekleidung verwendet, mit Teilen des Geweihs konnten Arbeitsinstrumente erzeugt werden, wie Messergriffe u.ä., und das Fleisch wurde gegessen.
Interesse am Ausstopfen von Tieren als Trophäe, also als Zeichen der verwegenen Jagd, hatten zunächst die alten Aristokraten. Ihr Jagdziel war vorrangig nicht das Fleisch sondern das Geweih z. B. das eines Hirschen oder das ganze Tier in ausgestopftem Zustand. Spezialisten im Präparieren von Tieren fanden sich daher zunächst an den Höfen von Hocharistokraten. Eine großartige Trophäensammlung mit Geweihen und ausgestopften erjagten Tieren ließ bereits der geradezu fanatische Jäger Kaiser Maximilian II (1564-1576) einrichten. Seine Nachfolger, die anderen Kaiser der Habsburger, erweiterten die Sammlung. Immerhin bildete diese den Grundstock der Naturaliensammlung, die von Kaiser Franz II. durch ein eigenes Tierkabinett ergänzt wurde. Aus dieser ging das spätere Naturhistorische Museum hervor. Diese als Jagdtrophäen ausgestopften Tiere veranlassten wohl wissenschaftliche interessierte Leute einheimische Tiere zu präparieren, um sie so der Nachwelt und den Naturwissenschaftern zu erhalten. Ab 1800 konnte man also ausgestopfte Tiere im Wiener Naturalienkabinett in künstlichen Landschaften mit Bäumen und Wiesen sehen. Zu ihnen gesellten sich auch Stoffpräparate von Menschen fremder Rassen, wie der zu literarischem Ruhm gelangte „hochfürstliche Mohr“ des Fürsten Liechtenstein Angelo Soliman.
Die hier dargestellten präparierten Tiere verweisen vorrangig auf die Jagd. Sie sollen aber auch zeigen, dass ausgestopfte bzw. präparierte Tiere von wissenschaftlichem Nutzen sein können. Das Wissen, dass mit diesen Tieren eine uralte Geschichte, die bis zu den Pharaonen der Ägypter zurückreicht, verbunden ist, machen die Ausstellung zu einem faszinierenden Abenteuer.
Die Ausstellung wurde gemeinsam mit Präparatormeister Stefan Gratzer aus Ebensee gestaltet. Neben Objekten und Dioramen aus seiner Sammlung werden auch Material, Werkzeuge und verschiedene Arbeitstechniken gezeigt.
Geöffnet : ab 23. Juni 2007 bis 31. Oktober 2007 täglich außer Montag von 9 – 18 Uhr
Lehrmittelverleih Gratzer
4802 Ebensee
Tel/Fax: 0043 6133 321
E-Mail: info@naturdesign.at
Web: www.lehrmittelverleih.at
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Tönende Vorschau Diese Filme haben einen eigenen Reiz. Sie erzählen oft mit viel Witz, aber auch schaurig schön, von alten, bäuerlichen Welten mit ihren mehr oder weniger guten und schlechten Menschen. In vielen dieser Filmen wird dem Wildschützen als Halunken, vor dem der Jagdherr Angst hat und vor dem manches Mädchen erzittert, eine besondere Rolle zugeschrieben. |
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In nicht wenigen Wildererfilmen der Vor- und Nachkriegszeit wird der Wildschütz als Schurke geschildert, der es dem Jäger schwer macht und als der Gegner des oft als nobel geschilderten Jagdherrn aus der Stadt auftritt.
Ein mehr oder weniger freundlicher Graf, ein Baron oder ein Fabrikant aus der Stadt sind die Jagdherrn. Der feine Jagdherr genoss meist hohes Ansehen, da Leute aus dem Dorf als Jäger, Treiber bei der Jagd oder als Angestellte in seinem Jagdschloss zu beschäftigen wusste. Meist hatte er seine Probleme mit jenen Bauernburschen oder Holzknechten, die meinten, die Jagd auf Hirsch, Reh und Gams sei ihnen vorbehalten und nicht dem Herrn von Adel oder dem zu Geld gekommenen städtischen Sonntagsjäger.
In einigen Heimatfilmen wird der Wildschütz, auch wenn er für viele ein Schurke ist, als eine höchst ehrbare Person geschildert, die Achtung verdient.
Ein solcher achtenswerter Wilderer tritt in dem bereits einige Male verfilmten Buch „Krambambuli“ der Maria von Ebner-Eschenbach auf. Es wird gezeigt, welche Treue Hund und Wilderer verbindet.
Auch zum Mädchenhelden wird der klassische Wilderer in Heimatfilmen. Wobei derartige Geschichte nicht einfach sind, sondern höchst tragisch sich entwickeln können. So auch in einem Film, der bloß „Der Wildschütz“ heißt. Er handelt von zwei Söhnen eines reichen Bergbauern. Der jüngere Bursche ist ein begeisterter Wilderer, dem die Mädchen zulaufen. Sein Bruder kommt wegen ihm hinter Gitter. Er wird entlassen. Der Sohn des Bruders wird auch zum Wilderer. Das Ganze endet dramatisch.
Der heutige Mensch kann einiges aus den alten Heimatfilmen lernen, sie bieten Blicke in eine vergangene bäuerliche Welt.
Hierin liegt auch das Dilemma des modernen „Heimatfilmes“, der eher zum Problemfilm wurde. Dieser sieht sich zumeist bemüßigt, psychische und soziale Themen, wie Vater-Tochter-Beziehungen, Spannungen zwischen den Generationen und seelische Zwistigkeiten mit dramaturgischen Effekten vor gebirgigem Hintergrund darzutun. Echte Helden kennt der moderne Heimatfilm nicht, er macht sich eher lustig über sie oder stellt sie als tragische Opfer dar, im Gegensatz zum klassischen Heimatfilm, der voll der Helden ist
Marianne Kronsteiner, Tochter des Wanderkinobetreibers Sepp Stinglmeier aus Reichraming, erzählt:
Kino spielen
„Wenn der Vater Kino gespielt hat, bin ich oft mitgefahren. Ich war damals ein kleines Kind. Im Auto habe ich ein Bett gehabt, da hab ich immer schlafen können.“
Ansagen
„Wir sind vor der Vorstellung von Haus zu Haus gegangen und haben den Leuten gesagt, daß Kino gespielt wird..“
Jugendverbot
„Wenn ein Film gespielt wurde, der Jugendverbot war, habe ich die Filmrollen zurückspulen müssen, das geht so mit einer Handkurbel, da muß man genau aufpassen, und da hab ich nicht Zeit gehabt zum Zuschauen.“
Immer Brandgefahr
„Es hat immer sein können, dass der Film brennend wird. Einmal war es auch so. Da ist mein Vater hinaufgegangen und hat den Schluß erzählt.“
Gefahren am Weg
„Das Heimfahren in der Nacht war oft gefährlich. Einmal bin ich als Kind sogar vor dem Auto hergegangen und habe dem Vater die Löcher in der Straße angesagt...“
Glücksmomente
„Schön war es. Besonders schön war es immer beim Hackl in Hinterstoder. Da haben wir einen Aufschnitt bekommen, so die Wurst auf einem Papier aufgelegt....“
Unterhaltung ohne Ende
„Die Leute warteten schon darauf, dass mein Vater nach der Kinovorstellung ins Gastzimmer kam, um sie in gemütlicher Runde mit Witzen zu unterhalten...“
Kein Telefon, kein Fax, kein Internet
„Einige Male im Jahr fuhren meine Eltern mit uns nach Wien, um mit den Filmverleihern das kommende Kinoprogramm zusammenzustellen...“
Im OHNE PAUSE KINO präsentieren wir den ersten österreichischen Wildererfilm nach dem 2. Weltkrieg :
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| Der Wildschütz von Tirol) Erstaufführung 1949
nach einer Novelle von Adalbert Stifter und einer Legende aus Tirol |
des legendären Wanderkinobetreibers Sepp Stinglmeier aus Reichraming wird bei vielen Besuchern nostalgische Erinnerungen wecken – von 1946 bis 1962 war Sepp Stinglmeier vor allem im Gebiet der Pyhrn-Eisenwurzen mit seinem Wanderkino unterwegs – und in Gasthäusern oder Turnsälen wurde ´Kino gespielt´ . |
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Gedanken zum Thema der Ausstellung Die eigentümliche Herkunft des Wortes Erotik Das Wort Erotik leitet sich vom griechischen Gott Eros ab, dem Gott der Liebe und der Fröhlichkeit. Nach alten griechischen Göttersagen ist der Gott Eros ein Kind der griechischen Göttin der Liebe Aphrodite und des griechischen Kriegsgottes Ares. Dabei ist erwähnenswert, dass der Ares nicht der Ehemann der Aphrodite war. sondern ihr Freund, mit dem sie ihren Mann den Hephaistos, den Gott der Schmiede, betrogen hat. |
Die Sennerin oder Schwoagerin hatte eine geachtete Stellung in der Rangordnung am Bauernhof, verwaltete sie doch einen wichtigen Teil des Besitzes des Bauern.
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Der echte Rebell oder Bandit benötigt grundsätzlich eine Frau, die ihm bei seinen Aktionen hilft und ihn vor seinen Verfolgern schützt. Ein Spruch süditalienischer Banditen ist in dieser Richtung zu deuten: |
Eine Liebesbeziehung begann auch oft mit den Worten: „Auf di schau i schon lang...“
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Für manches junge Bauernmädchen war es erstrebenswert, als Sennerin auf einer Alm zu arbeiten, denn als Sennerin war sie vom Frühsommer, wenn das Vieh auf die Alm getrieben wurde, bis zum Herbst, wenn es wieder zu Tal geführt wurde, alleine und weit weg vom Bauernhof, wo sie den Bauersleuten zu gehorchen hatte. Der Spruch: auf der Alm gibt es keinen Hahn und keinen Hund verweist auf die Freiheit der Alm, die die Sennerin zu schätzen wußte. Die Freiheit der Sennerin kam dem Wildschützen zu gute.
Der Wildschütz als Rebell war, wie Peter Rosegger trefflich schreibt, so etwas wie ein Freiherr, der sich im Gebirge frei herumtreibt und sich vor niemandem fürchtet. Zu seiner Freiheit gesellte sich also die der Sennerin.
Beide, Wildschütz und Sennerin, genossen weitab der Bauernhöfe auf den Almen im Gebirge ein Leben der Freiheit und Verwegenheit. Beide waren gute Bergsteiger und kannten die Natur mit ihren Schönheiten und Tücken.
Das Jodeln war typisch für das Leben auf er Alm, es war eine Art "Frühform des Handy" , das den Sinn hatte, dass Sennerinnen sich über weite Strecken verständigen bzw. Informationen weitergeben konnten. Es wird auch erzählt, dass Wildschützen , wenn sie zur Sennerin gingen, vorher in einer bestimmten Weise sich durch Jodeln ankündigten. Und Sennerinnen jodelten , wenn ein Jäger in der Almhütte sich aufhielt. So wusste der Wildschütz, er müsse heute woanders einkehren.
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Als es noch echte Almen gab - heute ist vorwiegend das Jungvieh auf der Alm - wurden vorallem die Milchkühe auf diese gebracht, um die Bauersleute und das Gesinde während der Sommermonate zu entlasten. Gerade im Sommer war am Bauernhof viel zu tun, denn die Heu- und Getreideernte mußte getan werden. Die Aufgabe der Sennerin war es also, sich um das Vieh zu kümmern. Abwechslung boten der Sennerin die Alm- oder Schwoaggeher, wie man die jungen Bauernburschen nannte, die gerne junge fesche Sennerinnen aufsuchten , überhaupt wenn sie sich ein Liebesabenteuer versprachen. |
Für die Stadtleute war die Sennerin stets ein Sinnbild der Freiheit und Lebensfreude, denn weit ab von der sogenannten Zivilisation führte sie ein Leben, das in krassem Gegensatz zu dem in der Stadt war. Die Sennerin wurde also verherrlicht. So zum Beispiel von dem hochachtbaren Maler Spitzweg.
In bekannten Liedern wird das Leben der Sennerin als geradezu paradiesisch gepriesen.
Weil die Sennerin mit einem freien Leben verknüpft ist, meinte man auch - zum Teil zu recht -, sie wäre eine besonders erotische Person, die Liebesabenteuern mit kühnen Burschen, die den Weg auf die Alm auf sich nahmen, nicht abgeneigt war. Zu diesen Burschen, den Alm- oder Schwoaggehern, gehörte vor allem der Wildschütz. Dass manche Sennerin derartige Liebesabenteuer mit kühnen Burschen genoß, darauf verweist eine Erzählung des Wanderers Schultes aus dem Jahre 1802 hin. In dieser Erzählung ist es ein Holzknecht , der wohl auch ein Wildschütz gewesen ist, der mit Freuden von einer Sennerin empfangen wird.