Entstehungsgeschichte des Museums

Seinen ersten „öffentlichen Auftritt“ hatte das Wilderermuseum St. Pankraz im Jahre 1998: im Rahmen der Landesaustellung „Land der Hämmer- Heimat Eisenwurzen“.
Dem Organisator, Mag. Franz Sieghartsleitner, gelang ein europaweit einzigartiges Kulturprojekt – eine dezentrale Landesausstellung mit 28 Ausstellungsorten. Alle Orte der Region waren eingeladen, sich daran zu beteiligen, und in St. Pankraz wurde die grandiose Idee geboren – sinnigerweise am Jägerstammtisch – eine Ausstellung zum Thema „ Wilderer im Alpenraum“ zu gestalten.
Bestens geeignet als Ausstellungsort trug sich der alte Pfarrhof an – das barocke Gebäude aus dem Jahre 1751 war ehemals auch Jagdsitz des Stiftes Spital am Pyhrn.

 

 

Der bekannte Kultursoziologe Dr. Roland Girtler, Autor des Buches : Wilderer – Rebellen in den Bergen, wurde eingeladen um in gemeinsamer Arbeit mit der Pankrazer Bevölkerung eine umfassende Schau zur Geschichte der Wilderei zu gestalten. Zwei Jahre lang wurde eifrig gesammelt und recherchiert , mitgearbeitet haben sowohl die Jäger als auch ehemalige Wilderer.

Und der Erfolg im ersten Ausstellungsjahr mit über 30.000 ! Besuchern übertraf alle Erwartungen.

Nach Ende der Landesausstellung 1998 wird in St. Pankraz der Verein Wilderermuseum St. Pankraz ins Leben gerufen – mit dem Ziel, diese Ausstellung zu erhalten und auch weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich zu machen (die Ausstellungsräume im Pfarrhof stehen ab 1999 für das Gemeindeamt zur Verfügung).

 

Der Wissenschaftliche Leiter der Ausstellung, Prof. Dr. Roland Girtler mit Dackel „Dr. Waldi“ am Wildererstammtisch im Gasthof Stayrbrücke.

Der Verein ist nun auf der Suche nach einem geeigneten Standort, und findet diesen beim Gasthof Steyrbrücke. Der Wirt Willi Kerbl stellt dem Wilderermuseum seinen ehemaligen Heuboden zur Verfügung und in nur wenigen Monaten entstehen dort, mit Unterstützung der Kulturförderung des Landes Oberösterreich, neue Ausstellungsräume –auf zwei Ebenen mit über 500 m² wird mit viel Gespür und originalen alten Holzböden- und Balken eine heimelige Atmosphäre geschaffen.

Und die künstlerische Innengestaltung von Eva Bodingbauer unterstreicht und vervollständigt das Ausstellungserlebnis.

 


 

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