Am 24 April 2010 - Eröffnung der Sonderausstellung!

DER NOBLE UMGANG MIT DEM HUNGER - Mahlzeit der kleinen Leute im Gebirge

Das Wilderermuseum St. Pankraz, mit seinen etwa zehntausend Besuchern jährlich das Flaggschiff unter den regionalen Museen, wie  LAbg. Bgm. Dr. Christian Dörfel - als Vertreter des LH - sagte, hat Grund zu feiern und tat dies am 24 April mit einem stimmungsvollen Eröffnungsfest für die Sonderausstellung.
Im ausgebauten Dachgeschoß des Gasthauses Steyrbrücke entstanden großzügige und doch heimelige Räume zwischen Dachbalken und Mauerschrägen, gerade recht für eine Sonderausstellung mit dem neugierig machenden Namen " Der noble Umgang mit dem Hunger".
Die Ausstellung, konzipiert von Prof. Dr. Roland Girtler und gestaltet von Konsulentin Eva Bodingbauer, Brigitte Butschek und dem Team des Wilderermuseums, erzählt eindrücklich aus dem Leben der Bergbauern und Kleinhäusler, von ihrer Not und von ihrer Lebensfreude.
Das war auch der Inhalt von Spiel und Volkstanz zur Eröffnung.
Die Blasmusikkapelle St. Pankraz,
der Segen des Himmels vermittelt duch Pfarrer Josef Kagerer,
wie immer überaus launige Worte von Prof. Roland Girtler
und köstliche Spatzen mit Kraut oder Äpfeln am museumseigenen Herd geröstet -
aus allem zusammen wurde ein frohes Fest!

 

 

 

 

 

 


 

 

DAS WILDERERMUSEUM WURDE 2009 UM EINE SCHMIEDEAUSSTELLUNG ERWEITERT!
IN DEN KOMMENDEN JAHREN WERDEN IMMER WIEDER WECHSELNDE SONDERAUSSTELLUNGEN UNSER ANGEBOT BEREICHERN!

 

  1. SONDERAUSSTELLUNG IM ERWEITERTEN MUSEUM:

DER NOBLE UMGANG MIT DEM HUNGER

DIE MAHLZEIT DER KLEINEN LEUTE IM GEBIRGE
Die Kleinbauern und Handwerker in den Gebirgsdörfern hatten durch die Jahrhunderte gelernt, mit Speisen, die knapp und nicht  im Überfluss vorhanden waren, nobel und auch mit Witz umzugehen. Zu diesem noblen Handeln, womit der Respekt vor den Gaben der Natur zu verstehen ist, gehörten die Prinzipien den bäuerlichen Alltags:
Disziplin, Arbeit und Bescheidenheit
Die Nahrungsmittel wurden zum Großteil selbst in aller Ehrfurcht hergestellt und in Demut zu sich genommen, wobei es als sebstverständlich galt, dem Schöpfer im Tischgebet für die Ernte und das gesunde Vieh zu danken. Mit der noblen Behandlung des täglichen Brotes ist also die Vorstellung verbunden, dass Tier und Getreide zu achten sind. Verschwendung und willkürliche Vernichtung von Lebensmitteln galten demnach als Frevel. Dem Respekt vor der Natur, mit der sich die Bauersleute in harter Arbeit auseinanderzusetzen hatten, entsprach eine noble, also ehrfürchtige und bescheidene Behandlung der erarbeiteten Nahrungsmittel.
Zu diesem Leben in Bescheidenheit  und Arbeit gehörte aber auch Humor und eine gesunde Portion Lebensfreude.