ERÖFFNUNG DER SONDERAUSSTELLUNG 2011/2012 AM 29. APRIL 2011

 

"Ünsern Wein nennt ma Most"(Hoamatgsang, Franz Stelzhamer)

 

 
Ein edler Tropfen und ein bodenständiges Getränk, beides kann der Most sein, das wurde den Besuchern der Ausstellungseröffnung am 29. April  2011 im Wilderermuseum St. Pankraz  klar.
 
Der Abend war ein heiteres Fest in fröhlicher Stimmung. Dazu trugen der gewohnt launige Vortrag über die kulturwissenschaftliche Seite des Themas von Univ. Prof. Dr. Roland Girtler, und die Musik von Rudolf Lughofer und Wolfgang Derschmidt bei.
 
In fachkundiger Führung erläuterte Herr Engelbert Resch  aus Grünburg an hand der aussagekräftigen Exponate die bäuerliche Tradition des Most machens in der Vergangenheit. Er wies auf die notwendig kräfteschonend gebauten Arbeitsgeräte hin und gab Einblick in das schwierige Handwerk der Binder.
 
Glaubwürdig und mit humorvoller Überzeugungskraft legte Herr Fachlehrer Möhrwald  die Bedeutung des Mostes für unsere Zeit dar.
So wie die Weingärten die Toskana, so prägen bei uns die Streuobstwiesen die Landschaft  - ein wertvolles, kulturelles Erbe, dessen wir uns bewusst sein sollten.
 
Nun konnten die Besucher eine breite Palette  Moste verkosten, geführt und angeregt vom  Mosterzeuger und Sommelier Herrn Höllhuber aus Steinbach an der Steyr. Mancher entdeckte dabei sein Lieblingsgetränk ob Cider, Landlbirnmost,  Hoandlbirnmost oder einfach einen milden oder kräftigen  Most aus Äpfeln und Birnen.
 
Die Ausstellung im Wilderermuseum St. Pankraz ist bis zum Ende der Saison geöffnet, Mostverkostungen können gebucht werden.

 

 

"Ünsern Wein nennt ma Most" (aus "Hoamatgsang" von Franz Stelzhammer)

   Wie der beliebte Haustrunk hergestellt wurde, was es mit den "Mostschädeln" auf sich hat,
   wie der Most unsere Kulturlandschaft prägte und wie heute die "Landessäure " von Someliers 
   veredelt wird, das alles sind Themen unserer Sonderausstellung.

  


FÜR IHRE WEIHNACHTSFEIER ÖFFNEN WIR UNSER MUSEUM!

"JA, GENAU SO WAR ES DAMALS!" erinnern sich viele Besucher unserer Sonderausstellung
"Der noble Umgang mit dem Hunger", die über das Altagsleben der Bergbauern und Kleinhäusler erzählt. Wir haben diese Sonderausstellung mit Exponaten rund um das Weihnachtsbrauchtum erweitert:
der gemauerte Herd ist geheizt, Laternen, Räucherwerk, alter Weihnachtsschmuck liegen bereit.
Wir öffnen das Museum am Adventwochenende 11. und 12. Dezember 2010 von 14 bis 19 Uhr für alle jene, die abseits vom Weihnachtstrubel Stille für das Gemüt suchen.
Roland Girtler wird am 11. 12. 2010 ab 17 Uhr vom Leben und Feiern der kleinen Leute und Bergbauern erzählen.
Auch ein Glas Punsch ist im Eintrittspreis inbegriffen.

FÜR ALLE VEREINE, BETRIEBE, BANKEN, DIE FÜR IHRE WEIHNACHTSFEIERN EINE GEMÜTVOLLE EINSTIMMUNG SUCHEN, ÖFFNEN WIR DAS MUSEUM AUCH GERNE NACH VORANMELDUNG.
ZUM ANSCHLIEßENDEN
WEITERFEIERN STEHT IHNEN DAS GASTHAUS STEYRBRÜCKE DANN GERNE ZUR VERFÜGUNG.

Die Mitarbeiter des Vereins und die Fam. Kerbl freuen sich auf Ihren Besuch!




Am 24 April 2010 - Eröffnung der Sonderausstellung!

DER NOBLE UMGANG MIT DEM HUNGER - Mahlzeit der kleinen Leute im Gebirge

Das Wilderermuseum St. Pankraz, mit seinen etwa zehntausend Besuchern jährlich das Flaggschiff unter den regionalen Museen, wie  LAbg. Bgm. Dr. Christian Dörfel - als Vertreter des LH - sagte, hat Grund zu feiern und tat dies am 24 April mit einem stimmungsvollen Eröffnungsfest für die Sonderausstellung.
Im ausgebauten Dachgeschoß des Gasthauses Steyrbrücke entstanden großzügige und doch heimelige Räume zwischen Dachbalken und Mauerschrägen, gerade recht für eine Sonderausstellung mit dem neugierig machenden Namen " Der noble Umgang mit dem Hunger".
Die Ausstellung, konzipiert von Prof. Dr. Roland Girtler und gestaltet von Konsulentin Eva Bodingbauer, Brigitte Butschek und dem Team des Wilderermuseums, erzählt eindrücklich aus dem Leben der Bergbauern und Kleinhäusler, von ihrer Not und von ihrer Lebensfreude.
Das war auch der Inhalt von Spiel und Volkstanz zur Eröffnung.
Die Blasmusikkapelle St. Pankraz,
der Segen des Himmels vermittelt duch Pfarrer Josef Kagerer,
wie immer überaus launige Worte von Prof. Roland Girtler
und köstliche Spatzen mit Kraut oder Äpfeln am museumseigenen Herd geröstet -
aus allem zusammen wurde ein frohes Fest!

 

 

 

 

 

 


 

 

IN DEN KOMMENDEN JAHREN WERDEN IMMER WIEDER WECHSELNDE SONDERAUSSTELLUNGEN UNSER ANGEBOT BEREICHERN!

 

  1. SONDERAUSSTELLUNG IM ERWEITERTEN MUSEUM:

DER NOBLE UMGANG MIT DEM HUNGER

DIE MAHLZEIT DER KLEINEN LEUTE IM GEBIRGE
Die Kleinbauern und Handwerker in den Gebirgsdörfern hatten durch die Jahrhunderte gelernt, mit Speisen, die knapp und nicht  im Überfluss vorhanden waren, nobel und auch mit Witz umzugehen. Zu diesem noblen Handeln, womit der Respekt vor den Gaben der Natur zu verstehen ist, gehörten die Prinzipien den bäuerlichen Alltags:
Disziplin, Arbeit und Bescheidenheit
Die Nahrungsmittel wurden zum Großteil selbst in aller Ehrfurcht hergestellt und in Demut zu sich genommen, wobei es als sebstverständlich galt, dem Schöpfer im Tischgebet für die Ernte und das gesunde Vieh zu danken. Mit der noblen Behandlung des täglichen Brotes ist also die Vorstellung verbunden, dass Tier und Getreide zu achten sind. Verschwendung und willkürliche Vernichtung von Lebensmitteln galten demnach als Frevel. Dem Respekt vor der Natur, mit der sich die Bauersleute in harter Arbeit auseinanderzusetzen hatten, entsprach eine noble, also ehrfürchtige und bescheidene Behandlung der erarbeiteten Nahrungsmittel.
Zu diesem Leben in Bescheidenheit  und Arbeit gehörte aber auch Humor und eine gesunde Portion Lebensfreude.