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DIE MAHLZEIT DER KLEINEN LEUTE IM GEBIRGE
Die Kleinbauern und Handwerker in den Gebirgsdörfern hatten durch die Jahrhunderte gelernt, mit Speisen, die knapp und nicht im Überfluss vorhanden waren, nobel und auch mit Witz umzugehen. Zu diesem noblen Handeln, womit der Respekt vor den Gaben der Natur zu verstehen ist, gehörten die Prinzipien den bäuerlichen Alltags:
Disziplin
Arbeit
Bescheidenheit
Die Nahrungsmittel wurden zum Großteil selbst in aller Ehrfurcht hergestellt und in Demut zu sich genommen, wobei es als sebstverständlich galt, dem Schöpfer im Tischgebet für die Ernte und das gesunde Vieh zu danken. Mit der noblen Behandlung des täglichen Brotes ist also die Vorstellung verbunden, dass Tier und Getreide zu achten sind. Verschwendung und willkürliche Vernichtung von Lebensmitteln galten demnach als Frevel. Dem Respekt vor der Natur, mit der sich die Bauersleute in harter Arbeit auseinanderzusetzen hatten, entsprach eine noble, also ehrfürchtige und bescheidene Behandlung der erarbeiteten Nahrungsmittel.
Zu diesem Leben in Bescheidenheit und Arbeit gehörte auch Humor und eine gesunde Portion Lebensfreude.
Aus diesser uralten Kultur der Bauern im Gebirge kamen auch die Wildschützen. Sie nahmen sich das Recht heraus, ein Stück Wild zu schießen, um den kargen Mittagstisch zu bereichern.
Zur menschlichen Kultur gehört die Feuerstelle. Der Umgang mit dem gebändigten Feuer ist Voraussetzung für das Kochen.Bei der Feuerstelle sucht der Mensch Wärme und freundschaftliches Beisamensein, wobei auch GEschichten von Wildschützen, gefährlichen Tieren, schönen Mädchen, edlen Rittern und freundlichen Hexen erzählt werden.Über der Feuerstelle stand in früheren Zeiten der Dreifuss. Er findet sich in nahezu allen Kulturen, und hatte eine geradezu heilige Bedeutung. Als Kessel- und Gefäßuntersätze fand er in den Rauchkucheln der alten Bauernhäuser und in den Almhütten Verwendung.Ein Dreifuss kommt auch in der Geschichte von Odysseus vor. In seinem Abenteuer mit der Zauberin Kirke wird beschrieben, dass eine Dienerin Wasser in einem Kessel auf einem Dreifuss über einer Feuerstelle erhitzt. In diesem Wasser badet Odysseus, um dann mit Kirke bei einer Feuerstelle zu speisen und sich zu vergnügen.
Univ. Prof. Dr. Roland Girtler
Hunger und Not in den Volksmärchen - Hänsel und Gretel
Vorratshaltung
Selbstversorgung "Was mia selba hab´n, brauch ma net kafa."
Unbeliebte Mitbewerber um die Lebensmittel
"Herr, gib uns unser täglich Brot"
"S´Kraut stopft die größten Löcher"
"Mia ham scho bald bessa kocht, wia de dahoam!"

Mahlzeiten
Rauch und Asche
Sau abstechen, Notschlachtung und "Gamsschweinernes"